Seelze-Süd: Anwohner rufen Autofahrer zum langsamen Fahren auf

10.10.2017

Bei einem Ortstermin am Melissenweg haben rund 20 Anwohner mit Bürgermeister Detlef Schallhorn über Gefahren durch zu schnell fahrende Autos gesprochen.

„Sowohl Ortsfremde als auch viele Anwohner sind hier zu schnell unterwegs“, bemängelte Anwohner Henry Temmler. „Heute habe ich schon einen gesehen, der bestimmt Tempo 50 gefahren ist“, ergänzte Dariusz Dudek.

„Die Anwohner sollten auf jeden Fall mit gutem Beispiel vorangehen“, betonte Bürgermeister Detlef Schallhorn. Daher verständigte er sich mit den Anwohnern darauf, dass die Stadt Seelze ein Flugblatt mit Hinweisen zu den Geschwindigkeitsbegrenzungen in Seelze-Süd vorbereitet, das die Anwohner an ihre Nachbarn verteilen können.

Außerdem diskutierten alle Anwesenden über bauliche Möglichkeiten, Gefahren durch schnelle Fahrzeuge insbesondere am Melissenweg zu reduzieren. Dabei hob der Bürgermeister hervor, dass sich – mit Blick auf Messergebnisse der Stadt aus dem Juli und August 2017 – die Mehrzahl der Fahrzeuge grundsätzlich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halte.

Demnach ermittelte die Stadt bei Geschwindigkeitskontrollen vom 19 Juli bis zum 7. August bei 3864 aufgezeichneten Messungen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,9 Stundenkilometern. 85 Prozent der Fahrzeuge fuhren demnach maximal 20 Stundenkilometer. Die festgestellte Maximalgeschwindigkeit eines Fahrzeugs betrug 41 Stundenkilometer. Ein weiteres Messgerät am Melissenweg registrierte an anderer Stelle im nahezu identischen Zeitraum 1142 Messungen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11,9 Stundenkilometern. Dort fuhren 85 Prozent der Fahrzeuge maximal 15 Stundenkilometer. Die Maximalgeschwindigkeit eines Fahrzeugs betrug 25 Stundenkilometer.
„Auch die Polizei sagt, es ist grundsätzlich alles in Ordnung“, betonte Schallhorn. Dennoch sei er für Vorschläge offen. Gemeinsam mit den Anwohnern verständigte er sich darauf, Tempo-10-Markierungen auf der Fahrbahn am Melissenweg und den vergleichbaren Straßen im zweiten Bauabschnitt in Seelze-Süd aufbringen zu lassen.

Einen von einigen Anwohnern vorgeschlagenen Ausbau zu einer Spielstraße hielt der Bürgermeister dagegen für schwer realisierbar. „Eine Spielstraße muss gewisse bauliche Voraussetzungen erfüllen“, erläuterte er.
Daher verständigten sich die Anwesenden darauf, mit den kleineren baulichen Veränderungen und den Hinweisen an die Anwohner eine Verkehrsberuhigung zu erreichen. Und auch an einem kleinen Fuß- und Radweg, der auf den Melissenweg führt, wurden sich die Beteiligten einig: Da insbesondere Kinder dort wegen einer sehr hohen Grundstücksbegrenzung schlecht auf den Melissenweg sehen können und die Straße als solche nicht erkennen, soll ein Poller oder eine ähnliche Markierung als deutlich sichtbarer Haltepunkt installiert werden. Außerdem wird die Stadt prüfen, ob dort zugunsten einer besseren Übersicht ein Spiegel angebracht werden kann.

Janis (4, von links), Isabella (3), Max (8) und Tim (11) stehen am Ende des Rad- und Fußwegs, der in den Melissenweg mündet. Wegen der hohen Grundstücksbegrenzung und einer Hecke ist die Straße nach links insbesondere für Kinder schlecht einsehbar.

Bürgermeister Detlef Schallhorn (rechts) diskutiert mit Anwohnern über Möglichkeiten, die Geschwindigkeit vieler Autos auf dem Melissenweg zu reduzieren. 

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